SPÖ-Klubtagung Rust – SP Schicker: “Wiens Zukunft wird nicht dem Zufall überlassen”

19. Februar 2010
By admin

Stadtplanung schafft optimale Bedingungen für eine wachsende Stadt

“Der Wiener Weg steht für soziale Gerechtigkeit, Dynamik und Lebensqualität. Die Stadtplanung schafft dafür die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen” betont Stadtrat DI Rudi Schicker im Rahmen der diesjährigen Klausurtagung des Wiener SPÖ Rathausklubs in Rust.

Vieles hat sich in den letzten Jahren geändert. Der Charakter der Stadt blieb aber einzigartig. Bestehendes wird gepflegt, neue Stadtteile können entstehen. Sie beinhalten attraktive Wohnungen, schaffen Arbeitsplätze und bieten erholsame Grün- und Freiräume. Die Infrastruktur wird parallel dazu laufend ausgebaut und modernisiert. Das ist notwendig, denn Wiens Bevölkerung wächst.
“Vorausschauende Stadtplanung fokussiert dabei immer auf soziale Gerechtigkeit – jetzt und in Zukunft. Wien teilt sich nicht in Arm und Reich. Es gibt keine Ghettos, es gibt keine ‘Hochburgen der Reichen’. Das macht Wien anders: zu einer Stadt, die ihre Zukunft nicht dem Zufall überlässt, sondern die notwendigen Voraussetzungen
schafft, damit sich ALLE sicher und geborgen fühlen können”, so Schicker.

Beste Verkehrsinfrastruktur. Für ALLE
Schicker unterstrich den erfolgreichen Wiener Weg der Verkehrspolitik mit dem Ziel, beste Verkehrsinfrastruktur für ALLE zu schaffen. Hierbei liegt die Priorität klar beim öffentlichen Verkehr, dem Rad- und Fußgängerverkehr. Angestrebt wird, den Anteil des Öffentlichen Verkehrs am Modal Split bis 2020 auf 45 Prozent zu steigern.
Dies erfordert einen weiteren Ausbau der Infrastruktur: Verlängerung der U2 nach Norden und Süden, Verlängerung der U1 nach Rothneusiedl, schnelle Straßenbahntangenten im Nordosten Wiens, Verlängerung der Straßenbahnlinie D in den künftigen Stadtteil am Hauptbahnhof usw. Die dringend notwendige Modernisierung der Wiener Bahnhöfe ist bereits auf Schiene. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Attraktivierung des S-Bahn-Netzes.
Neben dem weiteren Ausbau der Radinfrastruktur – z.B. Wienfluss-Radweg – stockt Wien die Abstellplätze auf: 8.000 Radabstellplätze sollen 2010 errichtet werden. Und es ist geplant, das erfolgreiche Wiener City Bike bis 2015 von 62 auf 120 Stationen zu erweitern. Mehr Komfort gibt es für die FußgängerInnen: nach der Neugestaltung der Fußgängerzone City Wien wird jene in der Favoritenstraße 2010 erneuert. 2011 folgen Meidlinger Hauptstraße und Liesinger Platz.
Die Verkehrsinfrastruktur für den Umweltverbund zu stärken, heißt aber nicht, das Straßennetz zu vernachlässigen. Die Entwicklung neuer Stadtteile und der Wunsch nach Verkehrsberuhigung innerhalb der Stadt
bedingen den Ausbau der hochrangigen Straßeninfrastruktur. Schicker hob hier die Bedeutung der Nordost-Umfahrung hervor.

Sicherheit. Für ALLE
Neben der klassischen Verkehrssicherheitsarbeit wie die Beseitigung von Gefahrenstellen oder die Erarbeitung von
Schulwegplänen ist wichtig, dass sich alle an die Spielregeln halten. Wien stellt heuer 100 zusätzliche MitarbeiterInnen für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zur Verfügung. Auch die Baustellen-Kontrollteams werden von drei auf fünf Teams aufgestockt.

Optimale Voraussetzungen. Für ALLE
Wiens Bevölkerung wächst. Die im Stadtentwicklungsplan 2005 festgelegte Konzentration der Entwicklung auf Bereiche mit besonderem Potenzial hat sich bewährt. Die Zielgebiete werden als Best-Practice-Ansatz der Wiener Stadtplanung gewertet. Da und dort kann man bereits heute das neue moderne Gesicht der Stadt erahnen, so wie es sich 2015 präsentieren wird.
Bestes Beispiel ist die U2-Achse. Die rasante städtebauliche Entwicklung ist dort unübersehbar: Messe Wien Neu, VIERTEL ZWEI, Messecarree Nord, Wirtschaftsuniversität Neu usw. Auch Stadlau entwickelt sich rasant. Und auf dem einstigen Flugfeld Aspern entsteht in den kommenden Jahren eine neue Stadt in der Stadt für rund 40.000 Menschen.
Dank des zuverlässigen Hochwasserschutzes können die Rahmenbedingungen für Leben am Wasser weiter verbessert werden. Die Donauinsel und das linke Ufer der neuen Donau sind bereits heute ein unverzichtbarer Erholungs- und Freizeitraum. Nun geht es verstärkt darum, Entwicklungsflächen für Wohnen und Arbeiten am Wasser bereitzustellen. Es soll auch die Erreichbarkeit der Uferpromenaden für Freizeit- und Erholungssuchende verbessert werden. Viele Initiativen in diese Richtung sind bereits sichtbar: so spektakuläre Architektur wie am Donaukanal der Uniqa-Tower und das Uniqa-Hotel oder am rechten Donauufer die Bürohäuser Catameran und Rivergate. Der Baustart für den DC-Tower 1 in der Donau City (Investitionsvolumen EUR 300 Mio.) steht unmittelbar bevor. Der Abriss des OPEC-Hauses schafft Platz für den Raiffeisen-Zubau am Donaukanal.
Abschließend stellt Schicker fest: “Wien zählt zu den lebenswertesten Städte der Welt. Wo andere Städte erst hin wollen, dort sind wir bereits. Trotzdem investieren wir weiter: in Wohlstand,
Sicherheit und hohe Lebensqualität. Für ALLE”.

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One Response to “ SPÖ-Klubtagung Rust – SP Schicker: “Wiens Zukunft wird nicht dem Zufall überlassen” ”

  1. admin on 19. Februar 2010 at 09:36

    Anmerkung:
    @Sanierung Fußgängerzone 2010: Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Das haben die Genossen bereits so oft versprochen und dann immer wieder verschoben auf den St. Nimmerleinstag

    @Hauptbahnhof: Keine direkte U-Bahnanbindung ist bei gleichzeitiger Planung des neuen Hauptbahnhofes und des U-Bahnausbaues eine städteplanerische Fehlleistung sondergleichen. In jeder anderen “Weltstadt” hätte Stadtrat Schicker zurücktreten müssen

    @Keine Ghettos in WIen: Die Rathausroten sollen sich aus Ihren warmen Sesseln einmal erheben und zB die Quellenstrasse von der Favoritenstrasse weg Richtung Westen gehen. Dann sollen sie nochmals behaupten, in Wien gibt es keine Ghettos

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